Ngapali-Beach

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Erster Sonnenuntergangsversuch

so langsam komme ich mir vor wie ein Leprakranker – ich liege den ganzen Tag auf der faulen Haut. Seit wir an der Küste angekommen sind, ist es schön. Am Ankunftstag gab es noch dicke Quellwolken, am ersten vollen Tag waren es nur noch wenige Wolken und seit dem zweiten vollen Tag ist es so schön, daß der Himmel komplett wolkenlos ist. So haben wir es nun endlich

geschafft einen der legendären Sonnenuntergänge zu beobachten. Myanmar’s Küste begrenzt die Andamanensee im Osten, so schauen wir gen Westen über das Meer in dem gegen 18.00 Uhr Ortszeit die Sonne versinkt. Dabei muss man ganz schön aufpassen. In diesen Breiten ist die Sonne sehr schnell weg, da sie fiel steiler als wir es gewohnt sind auf den Horizont zuläuft. Gestern hatte ich mich mit der Managerin, der britischen Lady (ich schrieb schon mal kurz von ihr), unterhalten und hätte dabei fast den Untergang versäumt.  Ich habe eine kleine Serie geschossen. Zwischen dem ersten Bild beim Berühren des Horizonts bis zum Verschwinden der Sonne liegen genau 100 Sekunden. Ich habe lange nicht mehr so viel Zeit zum Lesen gefunden. Ohne Ablenkung durch das Internet bin ich sehr viel konzentrierter an einem Thema dran. Jetzt spüre ich erst, wie sehr das Internet im Leben Platz gegriffen hat. Ich musste mich schon ein Stück umstellen.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Wir nutzen die angebotenen Ausflüge nicht, weil Sie in umliegende Dörfer führen. Das Leben dort und die handwerklichen Aktivitäten haben wir ausreichend gesehen. Dafür streife ich ab und zu durch den Garten des Hotels und den Strandbereich und versuche allerlei lustiges Getier auf den Mikrochip zu bannen. Rede auch mal mit einem der zahlreichen Hunde, die genauso wenig zu tun haben wie wir oder sitze stundenlang vor Krabbenlöchern. Die Kerlchen sind ganz putzig und in großer Zahl am Strand vertreten. Schon beeindruckend mit welchem Geschick sie ihre Höhlen buddeln und den Sand mit ihren Schaufeln heraustragen. Daneben bringt nur mal das Anlanden größerer Mengen winziger Krabben Leben in die Bude. Die dann stattfindende „Auktion“ ist voll in weiblicher Hand. Der Mann hat ja schließlich gejagt.

Seit zwei Tagen versuche ich nun schon ein paar dazu Bilder hochzuladen. Leider vergeblich. Die Serie vom Sonnenuntergang habe ich schon extrem verkleinert (ca. 180 Kb, wem das was sagt) aber selbst die ist nach über 45 Minuten Dauer erst bei ca. 2/3 angelangt (inzwischen ist sie durch, vom Rest aber kein einziges Bild). In diesem Land lernt man geduldig zu sein! Vielleicht geht es im Laufe des Tages.

 

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3 Kommentare zu „Ngapali-Beach

  1. Es ist schon faszinierend, wenn man entdeckt, daß man auch ganz ohne die neuen Medien zum Wesentlichen findet. Da hättest Du Sten Nadolnys Entdeckung der Langsamkeit lesen können.
    Genießt den letzten ruhigen Tag !

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    1. Ja, ja MoZiLi, ich denke nur, du kannst dich noch verschwommen an die Zeit erinnern, die dem Geld verdienen galt. Der Geldgeber kannte dieses Buch wohl nicht.
      Und da mbibo’s Kommentar so gleich lautet, seid ihr vermutlich identisch. Ich denke, ich weiß wer sich dahinter verbirgt und sage – bis Samstag morgen!

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  2. Es ist schon faszinierend, wie sich der Blick weitet ohne Internet und Co. Da wäre Sten Nadolnys Entdeckung der Langsamkeit eine schöne Lektüre.
    Euch noch einen gemütlichen letzten Nachmittag am Strand.

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