Franschhoek

Kaum zu glauben, aber die drei Wochen sind um! Zu guter Letzt sind wir heute doch noch durch die Weingüter getourt. Aber nicht mit den vorgebuchten Touribussen, sondern gemäß kompetenter Empfehlungen von daheim und der Einheimischen hier. Das war gut so. Wir haben tolle Weine gekostet, preisgünstige Importeure gefunden (im Gegensatz zum Hemel en Aarde Tal) sehr lecker gegessen und vor allem bei herrlichstem Wetter ein Ambiete genossen, das seinesgleichen sucht!

Den Tag haben wir dann aufgrund einer Empfehlung unserer Lodgebetreiber in einem Restaurant am Berg beendet, das einen grandiosen Blick ins Tal und auch noch einen herrlichen Sonnenuntergang bot. Dazu einen Sundowner und anschließend ein leckeres Essen – mein Gott so langsam gleiten wir in die Dekadenz ab. Gut das es morgen damit ein Ende hat. Ich will gar nicht wissen, was mir meine häusliche Waage übermorgen so erzählt.

Ich hoffe, euch hat es Spaß gemacht uns zu begleiten und es hat euch Anregungen zum Nachmachen gegeben. Wer sich an Südafrika heranwagen möchte, darf sich dazu gerne mit uns austauschen. Traudl und ich sind uns einig – es lohnt sich!


Totsiens in Südafrka
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Tulbagh

habt ihr sicher schon mal von gehört 🙂

Ok, wir sind da auch nur drauf gekommen, weil es im tollen ADAC-Reiseführer Südafrika beschrieben war. Hier sollte es den größten noch zusammenhängenden Straßenzug im kapholländische Baustil zu sehen geben. Außerdem hatten wir keine Lust 2 Tage lang von einem Weingut zum nächsten zu ziehen. Statt dessen wollten wir auch was von der Gegend mitnehmen. So bot sich die gut einstündige Fahrt gen Norden dafür an. Unterwegs haben wir in Paarl Station gemacht, um uns das Städtchen ein wenig anzusehen. Vom Paarl-Museum aus hatten wir einen guten Blick an der Kirche vorbei zum Namensgeber des Örtchen. Hoch droben am Kamm des Bergzuges war ein riesiger Granitblock freigelegt. Er soll nach Regen und wenn das Licht günstig einfällt, wie eine riesige Perle wirken. Aber ehrlich gesagt, sind wir recht bald weitergefahren, da der Flair des Ortes mehr als überschaubar war.

Kapholländisches Häuschen (Touristen-Info) mit Perle darüber
Kapholländisches Häuschen (Touristen-Info) mit Perle darüber

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Protestantische Kirche in Paarl und Granitperle rechts oben
Protestantische Kirche in Paarl und Granitperle rechts oben

Nachdem wir Paarl hinter uns gelassen hatten, veränderte sich die Landschaft komplett. Wir fuhren parallel zwischen zwei Bergketten entlang und von einem Bergzug zum anderen und nach vorne über 20-30 Km, zogen sich riesige Getreidefelder hin. Die meisten waren schon abgeerntet und auf den Stoppeln durften sich teilweise Kühe tummeln. Hier scheint eine der Kornkammern Südafrikas zu liegen.

Kornfelder erstrecken sich über dutzende Kilometer
Kornfelder erstrecken sich über dutzende Kilometer
Stroh-Kunst
Stroh-Kunst
Stroh-Kunst II
Stroh-Kunst II

 

 

In Tulbagh haben wir nach kurzer Suche die besagte Straße gefunden, die mit ihren strohgedeckten Häusern im kapholländischen Stil wirklich sehr nett anzusehen ist. Nicht wirklich verstanden haben wir, dass viele davon als Guesthouses fungieren. Wer sich für den Urlaub in diese Einöde begibt, hätten wir gerne gewusst. In der Straße ist ein kleines Cafe, in dem eine junge dunkelhäutige Schönheit aus importierter belgischer Schokolade Pralinen herstellt. Für 3 € gibt es eine große French Press mit Kaffee und einen selbst zusammengestellten Teller mit Pralinen zum kosten. Jetzt ist es eh schon egal, also ran an die Pralinen.

Kirstenbosch

heute gibt es nicht viel zu schreiben und ehrlich gesagt habe ich auch nicht so viel Lust dazu. Erstens weil ich einen vollen Bauch habe (500 g T-Bone-Steak für 11 €  🙂 ) und 2. weil wir nur eines getan haben, nämlich von 10 – 17 Uhr durch Kirstenbosch zu schlendern, um den botanischen Garten in vollen Zügen zu genießen. Ich habe in meinem Leben noch keinen so schönen botanischen Garten erlebt, wie diesen hier. Die Lage ist unvergleichlich unterhalb des Tafelberg-Massivs gelegen. Auch wenn schon manches verblüht ist, so sind besonders in den Fynbos- und Proteen-Lagen sehr viele Sorten in voller Pracht zu bewundern. Dazu kommen noch einige schöne Vögel, die sich von deren Nektar ernähren sowie ein Eulenpärchen, dass zwei Junge hat. Auch hier läuft der Garten im hinteren Teil in wildes Gelände aus, durch das sich Wanderpfade hinauf zum Tafelberg-Massiv schlängeln. Manchen Besucher haben wir gesehen, der das nutzt. Von hier kann man den Tafelberg genauso zu Fuß erklimmen, wie von der anderen Seite, direkt aus Kapstadt heraus. Auch das Nutzungskonzept des Gartens finde ich Klasse. Auf den Wiesen besonders im unteren Teil ist heute (Wochenende!) viel los. Große Gruppen nutzen die Ärea, um zu picknicken, zu spielen oder einfach in der Sonne zu chillen. Hier werden auch häufig Open-Air-Konzerte veranstaltet. Die Besucher finden auf einer großen Wiese davor Platz, die nach hinten wegen ihrer Hanglage ansteigt, so dass jeder gut sehen kann. Bei dem tollen Klima hier, sicher eine großartige Sache und irgendwann möchte ich mir hier mal ein Konzert anhören! Ich habe mich richtig schwer getan mich loszureißen, aber irgendwann mussten wir ja mal weiter zu unserer letzten Station in Südafrika.

Kurz nach sechs waren wir aber schon in Franschhoek angekommen. Die Berge rundum sahen richtig toll aus. Im späten seitlichen Licht kamen die Konturen besonders gut heraus.

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Berge kurz vor Franschhoek

Susan versuchte noch uns in einem der Restaurants an den Berghängen unterzubringen, um den Sonnenuntergang von dort zu erleben. Aber da es Samstag war hatte sie keine Chance. Die Alternative in Franschhoek war aber ebenfalls phantastisch, wie zuvor schon angedeutet.

 

Historisches Kapstadt

gestern waren wir eher im neuen, modernen Kapstadt unterwegs. Deshalb wollten wir uns heute mal auf den Spuren seiner Vergangenheit bewegen. Angefangen haben wir damit im Castle of Good Hope, erbaut von den holländischen Eroberern des Landes bereits Mitte des 17. Jahrhunderts. Zumindet trifft das auf das ursprüngliche Fort zu, dass hier zur Versorgung der Holländisch-ostindischen Handelsgesellschaft erbaut wurde. Die späteren Erweiterungen wurden übrigens mit Ziegeln erreichtet, die sämtlich in Holland hergestellt wurden. Wir kamen gerade zur Wachablösung mit Uber angefahen und haben Teile davon noch gesehen. Wie überall mit militärisch zackigem Gehabe. Innen dann das gleiche Bild wie überall in Kapstadt. Baustelle, Baustelle, Baustelle. Deshalb waren große Teile der Räumlichkeiten nicht zugänglich, lediglich zwei ehemalige Wohnräume waren zu beichtigen. Besonders gefallen hat uns die „Schlafkabine“. Da war es bestimmt sehr kuschlig drin.

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Im Inneren des Forts

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Weiter ging es mit zum Museum für District Six. Hier ist die Geschichte der vielleicht übelsten Umsiedlungsaktion des Apartsheidsregimes dokumentiert. Circa 60.000 Menschen wurden zwangsweise in diverse Townships umgesiedelt und das gesamte Wohngebiet anschließend dem Erdboden gleichgemacht. Bis auf einen Gebäudekomplex ist die gesamte Fläche bis heute Brache geblieben und soll es wohl in Erinnerung an dieses Verbrechen auch bleiben. Am Boden des Museums ist der alte Stadtplan des Distrikts aufgemalt und als Turm daneben sind die alten Straßenschilder aufgebaut.
Wer sich mal an dem südafrikanischen Nationalgericht versuchen möchte, dem habe ich hier ein Rezept aus dem Museum eingefügt.

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Bobotie-Rezept
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Museum for District Six

Auf dem Weg nach Bo-Kaap, haben wir noch einen Abstecher an die Kathedrale, in der Desmond Tutu aktiv war gemacht und haben anschließend noch an den Parlamentsgebäuden und dem vorgelagerten kleinen Park einen Besuch abgestattet. Hier stehen mitten in der Stadt prachtvolle, riesige Bäume.

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Sitz des Parlaments
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Würdiger Hintergrund für die Baumriesen. Übrigens einer der wenigen klaren Momente am Tafelberg heute.

Danach sind wir den Hügel nach Bo-Kaap hinaufgelaufen. Hier haben sich die Nachkommen der aus Indien, Ceylon ja sogar Indonesien verschleppten Sklaven niedergelassen. Seit Ende des 17. Jhdts. eint sie der islamische Glaube, der von einem Gelehrten verbreitet wurde, der aus Ceylon hierher ins Exil verbannt wurde. Das Viertel zeichnet sich besonders durch seine farbenfrohen Häuser aus. Obwohl davon abgeraten wird hier ohne Führer durchzugehen, blieben wir völlig unbehelligt. Heute ist Freitag, die Moscheen entsprechend voll und echte Muslime sind auch keine Taschendiebe.

Inzwischen waren unsere Füße ganz schön platt. Deshalb bestellten wir uns jetzt einen Uber, der uns auch innerhalb von 4 Minuten in dem verwinkelten Quartier fand und rüber zur Waterfront fuhr. Wir wollten noch die Ausstellung zu Robben Island mitnehmen. Da es heute sehr windig war, zog Traudl nicht so recht was die Fahrt nach Robben Island anging. Aber es muss ja auch noch was für einen späteren Besuch bleiben. Der Wind war übrigens über Nacht eingefallen und war so stark, dass wir davon wach wurden. Es hat außerdem geschüttet wie aus Kübeln. Das dürfe die Einheimischen sehr gefreut haben. Befürchtet man schon jetzt wieder einen schlimmen, trockenen Sommer zu bekommen. Die Wasserspeicher sind bei weitem nicht so voll, wie sie sein sollten. Wohl auch eine Folge des Klimawandels.
Die Eindrücke aus der Austellung des Nelson Mandela Gateways wie auch auch schon die aus dem Museum für District Six haben uns sehr nachdenklich dastehen lassen. In der Ausstellung am Nelson Mandela Gateway to Robben Island fand ich ein Gedicht eines ehemaligen Insassens von 1984. Es beginnt mit dem Satz: „A man without words i am …“ Genauso fühle ich mich angesichts der verabscheuungswürdigen Dinge, die hier dokumentiert wurden. Ein merkwürdiger Kontrast zu der auf Luxus, Konsum und Genuss getrimmten sonstigen Waterfront.

Kapstadt

der heutige Tag war im Wesentlichen nicht soo beeindruckend wie die vorangegangenen. Wir sind heute in Kapstadt selbst geblieben und haben uns die Stadt angesehen. Der Abend und unser Besuch bei Inspiration Africa waren aber super. Per Hop on Hop off haben wir uns erst einmal einen Überblick von Kapstadt verschafft und dabei auch einiges Wissenswertes erfahren. Wir haben den Bus dann auch gleich genutzt, um bei Inspiration Africa vorbeizufahren. Wir wollten unsere kompetente Beraterin Melanie mal persönlich kennenlernen, nachdem wir ihre Chefin Anke ja schon in De Kelders getroffen hatten. Der als Stipvisite geplante Besuch zog sich dann über mehr als eineinhalb Stunden hin, so gut haben wir uns unterhalten. Beim Thema Authentizität insbesondere bei der Küche hatte Manuela dann die Idee (Danke!), wir sollten doch mal ins Gold Restaurant gehen. Küche und Unterhaltungsprogramm würden uns da einiges bieten. Gesagt, getan, Manuela reservierte uns einen Tisch dort und wir verschoben die Reservierung, die wir schon hatten auf morgen.

Wir dürfen dem Team von  www.inspiration-africa.com wirklich ein dickes Lob aussprechen. Sie sind auf jeden Wunsch eingegangen, haben unsere Route mehrfach verändert und haben uns super Reiseunterlagen zusammengestellt. Das war einfach Klasse! Schaut euch mal auf der o. g. website um; wen das südliche Afrika interessiert, wird dort sicher fündig und von Anke und Team kompetent beraten.

Nachdem wir die Beiden dann lange genug vom Arbeiten abgehalten hatten (Sorry Anke, aber das ist sicher unter customer relationship management abzubuchen 😉 ) zogen wir dann per Bus weiter. An der Waterfront blieben wir eine Weile hängen. Zu berichten ist aber nicht viel. Es ist halt eine Meile, die voll auf shoppen und futtern ausgelegt ist. Die Malls sind teilweise so groß, dass bei späteren Ausgrabungen darin bestimmt mal verloren gegangene Touristen gefunden werden. Später sind wir noch ein wenig durch die untere Kloof Street geeiert, bevor wir uns zur vereinbarten Zeit im Gold Restaurant eingefunden haben. Dort ging es ohne Umschweife mit einem Trommelkurs los. Unser Trainer war ziemlich erbarmungslos. Jeden Vertrommler hat er mühelos lokalisiert und dem Dilettanten mit Dinnerentzug gedroht. Je besser es dann klappte, um so mehr zog er das Tempo an. Nach zwanzig Minuten fing ich echt an zu schwitzen! Erst als allen die Hände ordentlich weh taten, war er zufrieden und entließ uns grinsend zum Essen. Das bestand aus mehr als einem Dutzend verschiedener Speisen aus ganz Afrika bzw. malaiisch-indisch inspirierten südafrikanischen Gerichten. Mit der Speisekarte konnten wir erst gar nichts anfangen. Wir wussten nicht was sind Vor- und Hauptspeisen, woraus müssen wir auswählen. Aber es war ganz einfach – wir bekamen alles was da drauf stand! Unterbrochen wurde die Völlerei mehrfach durch die Trommler, die diesmal ihre Girls zum Singen und Tanzen mitbrachten. Die Hauptakteurin zog mich doch glatt aus der Menge und ich durfte mich angemessen unbeholfen neben der temperamentvollen Lady im Trommelstakkato verrenken. Wenigsten habe ich so einige der verschlungenen Kalorien wieder verbraucht. Der stürmische Applaus danach galt sicherlich mehr dem professionellen Tanz der Dame als meinen komödiantischen Einlagen. Nach dreieinhalb Stunden Show und Genuß sind wir schließlich per Uber nach Hause gegondelt. Was übrigens perfekt klappte!

Die Kap-Halbinsel

zu umrunden hatten wir uns heute vorgenommen. Deshalb sind wir auch relativ pünktlich um 9 Uhr auf die Piste. Wir hatten geplant, am späten Nachmittag Muizenberg zu erreichen, um dort zum Schluß noch ins Meer zu springen, sind also gegen den Uhrzeigersinn losgefahren. Was nun besser ist, darüber werden ja Glaubenskriege ausgetragen. Ich will mich daran nicht beteiligen. So sind wir erst einmal in einem Zuge nach Hout Bay gefahren, um mal in den Hafen zu schaun. Dabei entdeckten wir ein Seafood Restaurant mit großem Balkon, auf dem man beim Essen super draußen sitzen kann. Wäre eine Alternative, wenn wir anders herum gefahren wären. Die Boote zur Robbeninsel fahren auch hier weg. Dafür wird uns wohl die Zeit nicht reichen, deshalb verzichten wir darauf. Am Hafenbecken bewundern wir noch einen Mann, der einen Seelöwen soweit abgerichtet hat, dass er ihm Fisch aus dem Mund holt. Das Tier ist unglaublich geschickt. Dann geht es weiter zur Einfahrt einer der schönsten Küstenstraßen der Welt. Am Beginn des Chapman Peak Drive ist aber erst einmal Schluss und Frust macht sich bei uns breit. ‚Road closed‘ heisst es da. Ich stelle den Wagen ab und frage mal nach was los ist. Es handelt sich um einen Steinschlag, der beseitigt werden muss. Nachmittags um drei wird die Straße wieder auf sein. Ok, das geht ja noch. Wir drehen um und nehmen die Halbinsel doch im Uhrzeigersinn in Angriff. Nun ist doch Muizenberg unser erstes Ziel. Am Anfang baden wollen will aber nicht, also machen wir an diesem herrlichen Strand einen kurzen Spaziergang. Die Luft ist hier wie zuvor schon in Kapstadt sehr dunstig. Die andere Seite der False Bay ist nicht erkennbar. Auch der Himmel ist heute deutlich bedeckter und zieht teilweise fast völlig zu. Trotzdem hat es fast 30 Grad! Was für ein Glück hatten wir gestern mit unserem Entschluss gleich zum Tafelberg raufzufahren! Hier gibt es stattdessen lustige Strandhäuschen. Mitten in feinstem Sand stehen sie in quietschbunten Farben bemalt in Reih und Glied da. Ein tolles Bild!
Die nächste Station nach gemütlicher Fahrt die Küste entlang ist Simons Town. Hier besuchen wir eine Fabrikation von Halbedelsteinen und Produkten daraus. Aus der Heimat hatten wir einen Auftrag zum Einkauf mitgenommen. Hier hätten wir auch fast unser Reisemitbringsel erstanden. Einen Elefanten aus einem Stein, der aussah wie Elefantenhaut. Als sich aber herausstellte, dass das Preisschild eine Dezimale zu wenig ausweist, bleibt er im Regal stehen.
Bei Boulder Beach verweilen wir etwas bei den Pinguinen, mal wieder. Die Tierchen sind schon nett zu beobachten.
Danach gehts aber schnurstracks in den Nationalpark am Kap. Inzwischen ist es längst Mittag vorbei – die Zeit fliegt nur so dahin. Die Fahrt vom Eingang bis zum Cape Point ist länger als gedacht und zieht sich etliche Kilometer hin. Aber die Landschaft ist wirklich sehenswert. Inzwischen blühen zuhauf die Königsproteen und diverse andere Pflanzen und peppen die ansonsten sehr karge Fynbos-Flora erheblich auf. Die Kliffs hier am Cape Point, das ist die Erhebung mit Leuchtturm direkt neben dem Kap der guten Hoffnung, sind einfach großartig. Das muss man gesehen haben! Wir müssen uns aber langsam losreißen, es ist vier Uhr durch und wir wollen auch noch einen kurzen Abstecher zur Straußenfarm machen, die gleich nach der Ausfahrt aus dem Nationalpark kommt.
Die haben wir auch gleich gefunden. Sie liegt direkt an der Plateau Road, die wir Richtung Chapmans Peak fahren müssen. Neben Straußen auf den Weiden, ist direkt neben dem Verkaufsgebäude und Cafe, ein mit Besuchern besonders vertrautes Pärchen, Bonny and Clyde. Wir bewundern sie ausgiebig und finden im Shop auch noch ein wunderschön bearbeitetes Ei mit einem eingefrästen Elefantenkopf. Damit haben wir nun auch noch unser Reisemitbringsel erstanden.
Bei Misty Cliffs sehen wir, warum der Ort so heisst. Hier führt ein Atlantikstrom eiskaltes Antarktiswasser heran. So zwischen 4-8 Grad hat es in der Regel, das ist a….kalt! So entsteht hier gerne Seenebel. Aufgrund der feuchtwarmen Luft heute und der inzwischen deutlich nachlassenden Sonne erleben wir das live. Einzelne Schwaden ziehen immer wieder vom Atlantik auf das Land.
Knapp vor Sonnenuntergang erreichen wir den Chapmans Peak Drive und genießen bei der Fahrt hier jede Kurve und halten immer wieder an. Die Bilder bringen den Eindruck von dieser Straße nur unzureichend rüber. Außerdem wurde das Licht nun schon sehr mau. Zumal sich kurz vor der Küstenlinie eine dichte und ca. 100 m hohe Nebelwand aufbaute, die weiteres Licht schluckte. Ihre herumwabernden Fetzen erzeugten aber auch eine ganz eigene, fast mystische Stimmung.
So haben wir es dann doch geschafft in dem am Morgen gesichteten Restaurant zu Abend zu essen. Unsere beiden Fischgerichte waren super lecker, die Aussicht auf die von den letzten Sonnenstrahlen orange aufleuchtenden Berge direkt neben uns phantastisch und damit ein gelungener Ausklang eines ebensolchen Tages geglückt.

Tafelberg

Für heute war gutes Wetter prophezeit und deshalb beschlossen wir beim Frühstück zum Tafelberg raufzufahren. Schon beim Aufstehen sahen wir aus unserem Zimmer die Bergstation wolkenlos und in strahlendem Sonnenschein. Da sich das Wetter hier und insbesondere am Berg rasch ändern kann, wollten wir die Gelegenheit gleich nutzen. Im Büro der Lodge haben wir online die Tickets gekauft, um ein wenig Warterei zu vermeiden. Lena aus Wernigerode im Harz hat das für uns erledigt.

Der Morgen hatte nicht zuviel versprochen, ein Tag wie gemalt!! Wir haben uns, nachdem wir eine gute halbe Stunde zum Rauffahren in der Schlange gestanden haben, von kurz vor elf bis nach 1700 Uhr hier oben herumgetrieben. Nur weil die Füße irgendwann nicht mehr wollten, sind wir schlussendlich schweren Herzens doch wieder runtergefahren. Wir haben uns das ganze Plateau bis zu seinem nördlichen Ende erwandert und zuvor noch eine sehr unterhaltsame guided tour unternommen, bei der wir viel über das Plateau, die Tier- und Pflanzenwelt aber auch über Kapstadt erfahren haben.

Kogelberg und False Bay

leider müssen wir uns heute von Neil verabschieden. Die drei Tage hier waren große Klasse – vielen Dank Neil für deinen aufmerksamen aber zurückhaltenden Service!

Heute morgen habe ich Neil erzählt, dass wir nochmal zum Weingut Creation fahren wollten, um dort Wein zu bestellen. Dort direkt bestellt gibt es 10 % Nachlass. Er hängte sich sofort an’s Telefon und fragte seinen Weinlieferanten, ob wir den Preis bei ihm auch bekämen. Kriegen wir, hieß es. Der Händler kümmert sich um den Vertrieb fast sämtlicher Weingüter im Himmel-und-Erde-Tal und weiß perfekt Bescheid, wie das mit dem shipping nach Europa funktioniert. Außerdem liegt er direkt auf unserem Weg nach Kapstadt. So sparen wir uns den Weg bis an das Ende des Tals. Außerdem gab Neil mir noch Tipps, wie wir fahren sollen und was wir dort noch ansehen können. So gings dann kurz nach 10 Uhr los.

Erste Station war der Weinhändler. Dort wusste man schon Bescheid und Hester wartete auf uns. Die Bestellung war schnell erledigt, wussten wir doch genau, was wir wollten. Dann kam aber das dicke Ende. Fast 1000 Euro sollte der Spaß Kosten. Mich hat es fast von den Socken geholt. Das kann nicht stimmen, meinte ich und sie sah nochmal nach. Dann „Oh, ja ich habe einen Fehler gemacht“ und sie korrigiert die Versandkosten. Jetzt sind es nur noch 900 Euro! Und ich hatte geglaubt, sie hätte sich um einer Dezimale vertan! Jetzt lasse ich mir alles im Detail zeigen und es stellt sich raus, dass das shipping doppelt so teuer ist, wie der ganze Wein. Sorry Ma’am, das ist nicht akzeptabel. Wir verabschieden uns ohne Weinkauf. Dann schaun wir lieber wieder bei Babs und Chris in der Pfalz vorbei, da gibts auch gute Stöffle!

So ging’s dann weiter Richtung Kapstadt, noch ein Stück die R 43 entlang bis wir nach einigen Kilometern nach Westen auf die R 44 abbogen und nicht zur N2 der Hauptschlagader weiterfuhren. Diese Straße soll uns direkt an der Küste entlang führen. In unserer Fahrtrichtung zudem auf der richtigen Straßenseite, nämlich der Meeresseite. Kurz gesagt, die Fahrt war einfach grandios. Ich will darum gar nicht mehr viele Worte machen. Nur soviel; anfangs gingen wir kurz in ein privates naturreservat hinen, dessen Pflanzenwelt jetzt im Frühjahr herrlich anzuschauen war, Dann haben wir kurz in Betty’s Bay angehalten und dort an der Küste verweilt. Es war einfach super, dort zu sitzen und den Wellen zuzusehen, wie sie an den schroffen Felsen brachen. Weiter waren wir in einem phantastischen botanischen Garten, der sich auf die hiesige Fynbos-Vegetation spezialisiert hat. Der berggewandte Teil des Gartens ist offen und man kann auf zwei verschiedenen Wegen in die Berge wandern. Dafür reichte aber unsere Zeit nicht. Vielleicht ein andermal.

Schließlich fuhren wir einen Punkt an, wo man auf einem Holzpfad durch die Küstenfelsen gehen konnte, um eine Pinguin- und Kormorankolonie zu beobachten. Beides war phantastisch.

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Küste der False Bay
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False Bay – Blick auf Strands

Erst gegen 7 Uhr haben wir unser Ziel in Kapstadt erreicht. Die Lage ist super. Direkt hinter uns ist der Tafelberg. Wir können vom Balkon aus die Seilbahn sehen. Von hier aus ist es nur eine Stunde Fußweg zur Talstation. Vom Balkon nach vorne sehen wir downtown Kapstadt. Bei Nacht ein toller Blick. Aber seht selbst.OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Cape Town von unserem Balkon bei Nacht

 

 

 

Walker Bay

Nun sind wir schon den letzten unserer drei Tage hier in de Kelders. Fast Schade morgen wieder fahren zu müssen. An dieses Eck könnte ich mich gewöhnen. Das Haus ist der Hammer! Es gehört Neil Stemmet, er ist ein bisschen Universalgenie. Befasst sich intensiv mit allem was die Sinne anspricht, designt sein Haus wie auch die Inneneinrichtung, baut Möbel nach eigenem Entwurf, kocht phantastisch, schreibt Bücher über das Kochen und das Drumrum, hört gerne und viel Musik und stellt eine Unterkunft zur Verfügung, die mehr homestay als Hotel ist.

Die Queen beim Frühstück
Die Queen beim Frühstück

Der Gemeinschaftsraum - wie ein riesiges Wohnzimmer
Der Gemeinschaftsraum – wie ein riesiges Wohnzimmer

Nehme ich heute den, oder ...
Nehme ich heute den, oder …
Aber jetzt bin ich schon viel zu weit. Wie sind wir eigentlich hergekommen? Ja, ok, mit dem Auto – ooh. In Knysna weinte der Himmel als wir abfuhren. Am Abend zuvor hatten wir noch ausgezeichnet im Featherbed gegessen. Durch Zufall hatten wir am Nachmittag erfahren, dass die Lodge einen Shuttle-Service downtown anbietet. Oh Mann, dass hätten sie uns auch mal früher sagen können. Das ist recht typisch hier. Die Leute sind alle superfreundlich, aber irgendetwas fehlt garantiert oder funktioniert nicht, weil einfach nicht dran gedacht wird. Heute morgen beispielsweise, wurde wie vereinbart das Frühstück in unserem Haus hergerichtet. Hat geklappt. Wie oben schon gesagt, regnete es aber. Die große mehrflügelige Glastür zum Garten hat man aber deswegen nicht geschlossen. Auf vier Metern Breite war es einen Meter in den Raum rein patschnass. Und das ist alles echter Holzboden. Ich hoffe nur die Hölzer sind unempfindlich und die Staff bekommt keinen Ärger mit dem Chef. Die höfliche Bitte beim Abschied, das schlechte Wetter doch mitzunehmen, lehnen wir dankend ab. Anscheinend klappt das auch. Nach einer knappen Stunde Fahrt wird es langsam trocken. Allerdings wird es für den Rest des Tages grau bleiben. Langsam verändert sich sich die Landschaft. Spätestens als wir von der N2 nach Süden Richtung Cap Algulhas abbiegen, haben wir keine sandige Dünenlandschft sondern eine hügelige Kulturlandschaft um uns. Abgeerntete Getreidefelder, teilweise Weiden für Schafe und Rinder und auch ein paar Strauße reichen bis zum Horizont. Alle paar Minuten kommen wir mal an ein paar Häusern, die vermutlich die Farmen sind vorbei.

Wie im mittleren Westen der USA
Wie im mittleren Westen der USA

Farmen bis zum Horizont
Farmen bis zum Horizont
Dann endlich haben wir es geschafft. Wir sind am südlichsten Punkt Afrikas angekommen! Der kleine Ort hier besteht aus erstaunlich vielen Ferienhäusern, einem Leuchtturm und jeder Menge karger Landschaft. Nach Süden kommt jetzt lange nichts mehr und dann jede Menge Eis. Wir spazieren ein Weilchen die Küste entlang. Der Gang wird mit einem schönen Holzweg erleichtert, der auch dazu dienen soll, die karge Pflanzenwelt in diesem Gebiet zu schützen. Algulhas kommt übrigens aus dem Portugiesischen und heisst Nadeln. Vermutlich haben die damals führenden Seefahrer das Kap wegen seiner vielen gefährlichen Riffe so genannt. Die Gewässer sind wegen des meist starken Windes und mehrerer aufeinander treffender Meeresströme gefürchtet. Auf dem Leuchtturm lassen wir uns eine Weile ganz besonders heftig vom Wind durchpusten, bevor wir uns nach einer Tasse Kaffee wieder auf den Weg machen.

Komisch, dass die fast überall auf der Welt rotweiss sind.
Komisch, dass die fast überall auf der Welt rotweiss sind.

Sie am indischen Ozean, ich am Atlantik
Sie am indischen Ozean, ich am Atlantik

Vom Winde verweht
Vom Winde verweht

Wer weiß, was das ist??
Wer weiß, was das ist??

Und Tschüss
Und Tschüss
Im Cafe habe ich mir von der Bedienung eine deutlich kürzere Querverbindung erklären lassen, die wir nun unter heftigem Protest des Navis befahren, HereweGo versucht alle 5 Sekunden verzweifelt eine Neuberechnung der Route. Diese Teerstraße kennt er wohl nicht. Ich schalte auf Google um und sogleich ist Ruhe. Gut, dass ich mir diese Karten zuvor auch offline verfügbar gemacht habe. Wir staunen nicht schlecht als uns in dieser Pampa Weinfelder rund um Elim auffallen. Bei Neil erfahren wir später, dass sich der erfolgreiche südafrikanische Weinanbau nicht nur flächenmäßig ausdehnt, sondern, dass bestimmte Traubensorten im klassischen wineland gar nicht mehr gut angebaut werden können. Der Klimawandel ist auch hier zu spüren und insbesondere der Anbau mancher Weißweinsorten wird in kühlere Gegenden verlagert. Hier auf den Dörfern fallen uns die kleinen, urtümlichen Häuschen auf. Sie sehen nett aus, sind entweder sehr bunt oder strahlend weiß.

Kapholländisches Häuschen
Kapholländisches Häuschen
Problemlos finden wir unsere neue Unterkunft. Wie es hier aussieht, habe ich oben ja schon beschrieben. Neil hat uns bereits für das Abendessen und ein Whale Watching am kommenden Tag vorgesehen. Das Abendessen ist vorzüglich – nach Butternusskürbissuppe, einem riesigen griechischen Salat, einem Fleischgang und zum Nachtisch südafrikanische Erdbeeren mit Panna Cotta kommen wir nicht mehr aus unserer chaiselonge heraus.

Die Walsuchfahrt am nächsten Tag ist der totale Reinfall. Für 66 Euro sehen wir einen Seelöwen und fahren 2 Stunden kreuz und quer durch die Walker Bay. Am Nachmittag versuchen wir noch von der Hügelkette bei Hermanus, die einen super Überblick über die komplette Bucht bietet, ein paar Wale zu sichten. Aber leider auch von hier oben Fehlanzeige. Lediglich als wir in Hermanus den Lehrpfad durch diese ganz spezielle Vegetation durchwandern, sehen wir kurz den Blas eines aus der Bucht herausschwimmenden Wals. Nach drei Minuten ist das Schauspiel vorbei und wieder Ruhe im Schacht. Dabei soll es auch bleiben. 

Am Morgen des nächsten Tages erzählt mir Neil ganz beiläufig, dass Anke heute kommen würde. Anke ist die Chefin der Agentur, die unsere tolle Reise nach unseren Wünschen organisiert hat. Ihr Know-How und das ihres Teams (Hallo Melanie) ist ein ganz großes Lob wert. Bitte seht euch mal auf ihrer site inspiration-africa.com um. Für einen Trip in das südliche Afrika ihre Dienste zu beanspruchen, ist unbedingt empfehlenswert! Anke verbringt das Wochenende mit zwei Freunden aus Deutschland hier. Wir ratschen viel am Abend und probieren leckeren Wein bevor es in die Heia geht. Beim Frühstück geht es dann weiter und wir lernen viel von ihr über die hiesigen politischen Strukturen. Sie hat sich vor 4 Jahren mit ihrer Agentur hier selbständig gemacht und dabei, wie auch über ihre Business-Kontakt, viele Informationen erhalten.

Heute hat es endlich wunderschönes Wetter, aber bei unserem langen Spaziergang durch die Kliffs um de Kelders sehen wir weder Wale noch Robben. Dafür entschädigt der Sonnenschein und eine wunderbare Küstenlandschaft.

Wilderness

Nach dem hochsommerlichen Tag gestern beginnt der heutige wieder mit dicken Wolken. Dabei ist es allerdings nicht kalt, um 7Uhr morgens hat es ca 17 Grad, das ist ok. Mit dem Frühstück hat es heute entgegen der Absprache von gestern Abend leider nicht geklappt. Bei uns im Haus ist nichts hergerichtet, obwohl uns einer der Herren gestern Abend noch fragte, ob wir wieder hier essen wollen. Na ja, dann doch Schuhe an und rüberlatschen. Nach dem Frühstück wird noch eine Weile telefoniert. Amalia, unsere Enkelin hat heute Geburtstag – sie wird schon zwei! Nachdem wir ihr erklärt haben, dass wir die Elefanten leider nicht mitnehmen können, dafür aber einen netten Film haben, dürfen wir nach Wilderness aufbrechen.

Zunächst fahren wir mal durch Wilderness durch. Direkt an der N2 gibt es nämlich einen netten Aussichtspunkt an einer kleinen Felsnase. Er nennt sich Dolphin’s Point und ist von einem kleinen Parkplatz aus beiden Fahrtrichtungen erreichbar. Ein Weg führt unter der N2 hindurch und verbindet die beiden Parkplätze miteinander. Und als hätte der liebe Gott sie für uns bestellt, zieht in einiger Entfernung eine Schule Delphine vorbei. Gerade mit bloßem Auge erkennbar und mit dem Zoom eben noch fotografierbar.

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Delphine bei Dolphin’s Point
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Der Strand von Wilderness von Dolphin’s Point aus

Auch wenn wir noch ein Weilchen warten, mehr ist nicht drin. Also fahren wir wieder nach Wilderness zurück und wenden uns den umliegenden Hügeln zu. Dort oben ist ein weiterer Aussichtspunkt, Map of Africa (fragt mich bitte nicht, wie man auf den Namen gekommen ist) von dem aus man einen tollen Blick in eine Schleife des Kaaimans River. Das Bild ähnelt den Eindrücken, die man von manchen anderen Flussschleifen kennt.

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Kaaimans River

Auf der Suche nach dem Visitor Center des Wilderness Nature Reserve sind wir auf der Hügelkette gelandet, die nördlich von Wilderness liegt. Dort steht unser Auto gerade auf einem Parkplatz und wir auf einem Felsblock, um über die Büsche gen Tal gucken zu können, da sehe ich doch im Meer einen Wal springen. Zwar verdammt weit weg, aber doch so deutlich, dass ich erst völlig sprachlos bin und es nicht glauben kann. Als der Kamerad aber munter weiter rumplantscht und Traudl es durch das Fernglas bestätigt, glaube ich es auch. Damit haben wir nicht gerechnet und schon gar nicht hier. Als ich die Kamera aus dem Auto holen will, ist leider das falsche Objektiv drauf. Bis das gewechselt ist, ist im Meer wieder Ruhe. Na vielleicht sehen wir in De Kelders später noch mehr.
Das Pärchen, dass kurz nach uns kam, an einer mitgebrachten Pizza kaut und in die gleiche Richtung schaut, merkte nichts davon.

Durch Zufall finden wir kurze Zeit später nach einigen Kilometern staubiger Fahrt über Waschbrettpisten einen Zugang zu einem der gesuchten Trails. Das Auto ist schnell abgestellt und wir unterwegs auf dem „Brownheaded Kingfisher Trail“ Heute kommen nur 2 Stunden Walk zusammen entlang eines kleinen Flusses, der als Wasserfall an einer Felswand beginnt. Kingfisher haben wir diesmal leider nicht gesehen. Aber der war uns ja in Sabi Sands schon begegnet.