Sabi Sands Game Reserve

macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Jede Menge Sand hier! Gegen neun Uhr waren wir am Hippo Hollow Country Estate aufgebrochen und gleich hinter dem Tor erstmal aufgehalten worden. Der hauseigene Helicopter war im Landeanflug. Als ehemaliger Heli-Pilot weiß man ja was sich gehört, also haben wir gewartet. Nachdem sich der Staub gelegt hat ging es weiter. Auf der R40 fuhren wir eine Weile gen Norden, haben unterwegs noch Trinkwasser (wer weiß schon, ob wir uns im Outback verfahren), Sprit und Geld gebunkert und die Gegend betrachtet. Die sogenannte Panoramaroute bietet zwar weite Blicke in das tiefer gelegene Land aber die Aussicht ist nicht besonders erhebend. Die Gegend ist völlig zugebaut, lauter kleine Häuschen, weil ja genug Fläche vorhanden ist. Verdichtet und hoch wird hier nicht gebaut, entsprechend ist der Flächenverbrauch. Da vermutlich ohne Plan gebaut wird, hat das Ganze auch kein Gesicht. Es wirkt eher karg und trostlos. Gestern bei der Vorbereitung der Fahrt hatten wir noch versucht aus der Wegbeschreibung Erkenntnisse zu ziehen. Die ist nämlich leider für die Anfahrt aus entgegengesetzter Richtung gedacht. Soweit wir daraus und einer abstrahierten Grafik schlau werden, fahren wir mal entsprechend los. In Acornhoek entscheide ich mich für’s abbiegen nach Osten. Noch weiter nach Norden zunfahren, um auf die Wegbeschreibung zu kommen habe ich keine Lust. Zusammen mit dem Navi und der groben Karte muss das doch zuschaffen sein. Plötzlich erscheint links eine riesige Holztafel auf der u. a. der Name unserer Lodge steht und auch der Name des Tores durch das wir in das Gelände fahren sollen. Na also, geht doch! Die nächste dreiviertel Stunde sind nun Waschbrettpiste und Sand angesagt. Am Gowrie Gate ist etwas warten angesagt. Ein paar Fahrzeuge sind vor uns dran und jedes wird kurz durchsucht, das Kennzeichen wird notiert, man muss Name und Unterkunft nennen und unterschreiben. Dann endlich darf man bezahlen. Als ich dem Wächter in seine Hütte folge, um mein Geld loszuwerden, weist er mich erst einmal zurück. Da darf nur er rein, ich muss draußen bleiben. Nun wird erstmal alles vom Papier in den Computer übertragen. Als alles drin ist im Computer, kommt der Preis raus. Nun darf ich bezahlen. Überraschenderweise ist es weniger als draußen angeschrieben, aber ich bin nicht traurig drum.

Nachdem die Anfahrt in dieses Outback ohne einen Metern des Verfahrens klappte, erwischt es uns jetzt noch. Auf einer der Tafeln lese ich Arathusa und los gehts. Dass es hier zwei verschiedene Lodges gibt, die beide mit Arathusa beginnen, hatte ich völlig verdrängt. Als wir dort ankommen, werden wir gleich wieder ans Tor zurückgeschickt. Na super, 18 Kilometer umsonst gefahren. Bei den vorgeschriebenen 20 Km/h wäre das normalerweise fast eine Stunde Fahrzeit. Aber wir haben nur etwas länger als die Hälfte der Zeit gebraucht. Und wie fast immer hat es auch sein Gutes. Wir sind noch 2-3 Km von der Lodge entfernt, da begegnet uns auf dem Weg ein Nashorn. Ein richtig großer Kaventsmann trottet auf dem Weg vor uns in unsere Richtung. Als wir uns langsam nähern, verzieht er sich fünf Meter neben den Weg ins Gestrüpp und betrachtet uns mißbilligend, weil wir anhalten, das Fenster öffnen und ihn fotografieren. Wow, was für ein Einstieg. Nummer eins der Big Five ist gesichtet und fotografisch eingefangen!

Unser erstes Nashorn
Unser erstes Nashorn

Kurz darauf erreichen wir die Lodge und werden sehr freundlich empfangen. Die „Zimmer“ hier sind der Hammer!! Das ist fürstlich. Kaum angekommen werden wir schon zum Lunch gebeten. Nachdem wir mit dem sehr leckeren Lunch fertig sind, beginnt kurz drauf schon die Tea Time und wieder eine halbe Stunde später die Abfahrt zur ersten Pirschfahrt. Wir sind 11 (in Worten elf!) Leute auf einem riesigen Toyota Land Discoverer und fahren mit dem Teil durch Gelände, dass uns der Atem stockt. Unglaublich wo dieses Fahrzeug durchkommt. Aber die Fahrt lohnt sich. Nicht nur weil wir zum Sonnenuntergang einen leckeren Sundowner im Busch bekommen, sondern weil es tatsächlich gelingt den Rest der Big Five auf einer Fahrt zu finden, für uns jedenfalls. Denn das Nashorn war der einzige Vertreter dieses Quintett, den wir nicht fanden. Spektakulär war das Aufspüren eines Leoparden. Zu der Zeit war es schon dunkel geworden, so daß das Tier im Scheinwerferlicht auftauchend noch dramatischer wirkte. Es war ein männlicher Leopard, der nach dem morgenlichen Regen markierend durch sein Revier zog. Der dafür verwendete Duftstoff soll nach Popcorn riechen. Ich habe mir verkniffen das nachzuprüfen. Die drei Löwen, die wir fanden, wirkten dagegen wie Stofftiere. Sie lagen da, schliefen und zuckten nicht einmal als der Toyota bis auf fünf Meter an sie ranfuhr. Die scheinen den Betrieb hier gewohnt zu sein. Ansonsten begegneten uns Büffel, Giraffen, Zebra, Elefanten, Hyänen, ewig viele Impalas, Ducker und unendlich viele verschiedene Vögel, deren Namen ich schon wieder vergessen habe.

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4 Kommentare zu „Sabi Sands Game Reserve

    1. Ich hoffe, es klappt in George das benötigte Teil zu bekommen. Dann kommen die Bilder heute Abend. Hier am O. R. Tambo Airport gibt es nur ein kleinen Shop für Elektronik, der hatte aber bur Applezeug.

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